Berufung: Suche oder Entscheidung?

Berufung: Suche oder Entscheidung?

Wenn es um unsere Berufung geht, dann höre ich oft, dass Menschen aktiv danach suchen. Wohin mag diese Suche führen, und aus welchem Grund suchen die Menschen? Es mag sein, dass die Suche gut davon abhalten kann, wirklich etwas zu tun.

Als Beispiel möchte ich anführen: Ich kenne Menschen, die erklären voller Inbrunst, dass sie ein ungeliebtes Verhalten sofort ändern würden, wenn sie den Grund kennen würden, weshalb sie dieses Verhalten immer wieder ausführen. Meine Antwort lautet dann oft: der Grund ist 25. Ich ernte dann oft Unverständnis. Ich bemühe mich dann klarzustellen, dass die Kenntnis des Grundes nicht zwangsläufig etwas damit zu tun haben muss, dieses Verhalten zu unterlassen. Selbst wenn es so wäre, dann können wir zuerst das Verhalten ändern und dann weiterhin nach Gründen dafür suchen.

Ebenso ist es mir der wahren Berufung. Aus welchem Grund muss ich diese irgendwo finden. Ich könnte doch zum Kernsatz einer jeden Persönlichkeit zurückkommen und wirklich integrieren: ich bin verantwortlich für mich und mein Leben.

Wenn ich die Verantwortung nehme, dann sieht die Frage anders aus: was genau will ich wirklich machen? Noch weitergehender: Wer genau will ich dann sein? Wenn ich die Antworten auf diese Fragen gefunden haben, dann steht die Entscheidung an, dies auch zu tun.

Ich habe somit die Verantwortung, mein Selbstbild und meine Berufung zu kreieren, indem ich die Entscheidungen hierüber treffe. Wenn diese Entscheidungen suboptimal waren, dann kann ich sie zu jeder Zeit ändern und /oder erweitern.

Unsere Psyche besteht aus Werten und Glaubenssätzen. Hiervon hat jeder Mensch eine ganz eigene Sammlung, die es nur einmal in dieser Konstellation gibt. Das macht uns zum Unikat. Diese Mischung bestimmt unsere Wahrnehmung und das, was wir über die Welt glauben. Die Werte bestimmen unsere Überzeugungen grundlegend. Die meisten Menschen erkennen an, dass dies so ist. Leider gehen weit weniger Menschen davon aus, dass dies auch unser Selbstbild und unsere Berufung mit einschließt.

Stellen Sie für sich klar, welches die allerbeste Version Ihrer selbst ist, die Sie sein wollen und dann entscheiden Sie sich dafür, das zu werden. Danach teilen Sie Unterziele ein und setzen diese nach und nach um.

Sicher ist dieses Megaprojekt nicht in drei Wochen umgesetzt. Ich persönlich gehe davon aus, dass genau das unser Lebensprojekt ist, an dem wir bis zu unserem Tod arbeiten werden. Leben ist Lernen und dies hört nie auf.

Wenn Sie hierbei den generalisierten Glaubenssatz haben: alles ist immer ganz schwer, dann wird es auch bei Ihrem Lebensprojekt so sein. Ändern Sie Ihren Glaubenssatz, dann kann es auch ganz viel Spaß machen und Ihnen leicht fallen. Falls Sie das nicht möchten, dann tun Sie doch einfach mal was Schweres. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie wenigstens dabei Lebensfreude zulassen können.

 

Übungen:

Frage: Wer oder was wollen Sie im Leben sein und warum?

Arbeiten Sie immer weiter daran, die allerbeste Version Ihrer selbst zu finden und dann tun Sie alles dafür, das auch zu sein.

Sagen Sie sich in jedem Moment Ihres Lebens: ich bin verantwortlich.

Leave a comment

Please enter comment.
Please enter your name.
Please enter your email address.
Please enter a valid email address.